Das Projekt „#Hinschauen: Gemeinsam gegen patriarchale Gewalt.“ möchte unterschiedliche Formen geschlechtsspezifischer Gewalt einer breiten Öffentlichkeit sichtbar machen. Patriarchale Gewalt, vor allem sexualisierte Gewalt, Femizide und männliche Partnerschaftsgewalt, ist kein Randphänomen. Sie ist tief in gesellschaftlichen Macht- und Geschlechterverhältnissen verankert. Gewalt gegen Frauen findet jeden Tag statt – in allen Ländern, in allen Kulturen – und auch bei uns. „In Deutschland wird jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer und/oder sexualisierter Gewalt; etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexualisierter Gewalt durch ihren aktuellen oder durch ihren früheren Partner“, heißt es in einem Bericht des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Im Zentrum des Projekts steht die Wanderausstellung „Was ich anhatte“, die schon in verschiedenen Städten zu sehen war. Darin erzählen 12 Frauen ihre Geschichte von sexualisierten Übergriffen, von Nötigung und Vergewaltigung. „Was ich anhatte“ ist dabei zentral: Denn in der Ausstellung sind die Kleidungsstücke zu sehen, die die Frauen bei der Tat getragen haben – vom Nachthemd einer 80jährigen Frau bis hin zum Kleid eines sechsjährigen Mädchens. Das zeigt: Sexualisierte Gewalt ist niemals durch Kleidung erklärbar oder zu rechtfertigen. Die Kleidung ist für das Geschehen irrelevant.
Öffnungszeiten: Dienstag 9:00-19:00 Uhr, Mittwoch 10:00 – 17:00 Uhr, Donnerstag 10:00 bis 19:00, Freitag 10:00 -17:00 Uhr.