Der regelmäßige Filmabend des Fördervereins kommunales Kino am 2. Donnerstag im Monat Pfungstadt eV zeigt diesmal das bei der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnete Polit-Drama "Gelbe Briefe" um ein Ehepaar aus Ankara, welches wegen angeblichen Aufbegehrens gegen den Staat verklagt wird. Das Drama von „Lehrerzimmer“-Regisseur İlker Çatak macht spürbar, wie ein autoritärer Staat kritische Geister erst beruflich, dann privat zerbricht - und wie Existenzangst selbst die stärkste Liebe ins Wanken bringt.
"Blaue Briefe" mussten einst Schulkinder fürchten, deren Versetzung gefährdet war - "gelbe Briefe" flattern in der Türkei bis heute ins Haus, wenn der Staat missliebige Angestellte entlässt. Nach dem Putschversuch 2016 wurden etwa 2.000 in Kunst und Wissenschaft Tätige mit Berufsverboten belegt und vor Gericht gestellt, nur weil sie eine Friedenspetition unterschrieben hatten. Als sie jedoch bezichtigt werden, sich gegen den Staat aufzulehnen, verlieren beide scheinbar willkürlich von einen auf den anderen Tag ihre Arbeit und ihre gesamte Lebensgrundlage.
Einlass ist 19.30 Uhr. Die Gäste erhalten zur Begrüßung ein Glas Sekt. Die genauen Termine, das Filmangebot samt Trailer und Reservierungsbutton sind unter www.kino-pfungstadt.de zu finden.