Warum wählen so viele Arbeiter rechts?

Göpferts Gäste - mit Klaus Dörre
Vortrag und Diskussion

Die Bundesregierung hat ein brutales Programm „Alles für die Kriegstüchtigkeit, Schonung der Reichen, Zusatzlasten für die Ärmeren“ aufgelegt. Der Widerstand bei den Betroffenen und bei den Gewerkschaften hält sich in Grenzen. Das heißt nicht, dass man in den Betrieben und Büros nicht genau erkennt, was passiert. Aber es ist ein SPD-Kanzler, der das alles vorantreibt.

Das gleiche Spiel bei der Verkehrswende: Wenn die mehr werden soll als heiße Luft, dann müssen die Belegschaften in der Industrie mitmachen. Zum Beispiel die in den Werkstätten von VW im hessischen Baunatal oder bei Opel im thüringischen Eisenach. Dort allerdings gelten die Grünen und die Aktiven der Klimabewegung häufig als Hassobjekte. Nicht selten wird die AfD gewählt, weil sie angeblich die Arbeiterinteressen gegen arrogante Klimaapostel ver-tritt. Ebenso weil sie sich als vermeintliche Anwältin der „kleinen Leute“ gegen Sozialabbau zugunsten der Reichen anbiedert.

Warum ist das so? Wie konnte es dazu kommen? Was wäre zu tun, damit sich das ändert? Warum gelingt es der Linken nicht, mit ihren Argumenten durchzudringen? Zu solchen Fragen hat Dr. Klaus Dörre umfangreiche Forschungen geleistet und Antworten gefunden. Er ist Professor für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.und Mitautor der Studie „Klasse gegen Klima? Transformationskonflikte in der Autoindustrie“ vom Dezember 2023. Im Club Voltaire wird er seine Erkenntnisse vorstellen und zur Diskussion stellen. Carsten Büchling, Betriebsratsvorsitzender bei VW in Baunatal, wird von den politischen Erfahrungen und Diskussionen im Betrieb berichten. Im Gespräch mit dem Autor Claus-Jürgen Göpfert werden beide Antworten auf die oben genannten Fragen suchen. Im Anschluss kann das Publikum mitdiskutieren.

Beginn: 
Mon, 19.02.2024 19:00
Veranstalter: 
RLS Hessen und Club Voltaire
Ort: 
Club Voltaire, Kneipe oder 2. Stock
Adresse: 
Kleine Hochstraße 5
Stadt: 
Frankfurt