Animationsfilm als Anklage gegen die Verharmlosung von Atomkrieg
„Wenn der Wind weht“ (Originaltitel: When the Wind Blows) ist ein animierter Anti-Kriegsfilm nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Raymond Briggs. Der Film kombiniert Zeichentrick mit realen Kulissen und richtet sich trotz seines einfachen Stils an ein erwachsenes Publikum.
Der Film erzählt die Geschichte des älteren britischen Ehepaars Jim und Hilda Bloggs, das auf dem Land lebt. Als über die Medien ein bevorstehender Atomkrieg angekündigt wird, versuchen die beiden, sich nach den offiziellen staatlichen Anweisungen vorzubereiten. In gutem Glauben an die Regierung und frühere Kriegserfahrungen basteln sie sich einen „Schutzraum“ aus Türen und Decken, in dem sie den folgenden Atomschlag überleben, und warten geduldig auf Hilfe. Während das Leben langsam zur Normalität zurückkehrt, wird langsam klar, dass sie der radioaktiven Strahlung ausgesetzt sind und sich ihr Gesundheitszustand zusehends verschlechtert.
Animationsfilm, 81 Min., Großbritannien 1986
Regie: Jimmy T. Murak
Am 6. und 9. August 2025 jähren sich die Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki zum 80. Mal. Die Ereignisse brachten unsägliches Leid über beide Städte und ihre Bewohner*innen. Das Evangelische Dekanat Darmstadt und das Darmstädter Friedensforum nehmen diesen Jahrestag zum Anlass, um mit verschiedenen Veranstaltungen auf die historische Bedeutung von Atombomben hinzuweisen und gleichzeitig deren aktuelle Bedrohung ins Gedächtnis zu rufen.