Sicherheitspolitik in der Zeitenwende

Braucht Deutschland Atomwaffen?
Podiumsdiskussion

Die neue US-Regierung unter Donald Trump hat die Sicherheitsgarantien für Europa de facto aufgekündigt, während Russland in der Ukraine weiter Krieg führt. Das hat das sicherheitspolitische Denken in Europa radikal verändert, die von Ex-Bundeskanzler Scholz ausgerufene „Zeitenwende“ wird von vielen als noch dringlicher angesehen. Neben der bereits beschlossenen, massiven konventionellen Aufrüstung Deutschlands steht die Frage nach Atomwaffen im Raum. Soll Deutschland eine Teilhabe am französischen Atomwaffenarsenal anstreben? Braucht Deutschland gar selbst ein nukleares Arsenal? Diese bis vor kurzem kaum denkbaren Fragen werden inzwischen mit großer Selbstverständlichkeit öffentlich diskutiert. Selten erhalten hingegen Stimmen Gehör, die den Ausstieg Deutschlands aus der nuklearen Teilhabe der NATO und eine weniger oder nicht an Militärlogik orientierte Politik einfordern.

Ziel dieser Podiumsdiskussion ist es, verschiedene Positionen in dieser Debatte aufzuzeigen und zu hinterfragen. Was bedeutet die Remilitarisierung für die Rolle Deutschlands in der internationalen Politik und sein bisheriges Selbstverständnis als „Zivilmacht“? Muss Deutschland angesichts seiner wirtschaftlichen Möglichkeiten auch eine militärische Großmacht werden? Aber auch: erhöhen Atomwaffen wirklich unsere Sicherheit? Welche Alternativen zur weiteren Militarisierung und nuklearen Aufrüstung Europas sind denkbar?

Dazu begrüßen wir

  • Juliane Hauschulz, Referentin für nukleare Abrüstung der IPPNW (Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzt*innen in sozialer Verantwortung)
  • Frank Kuhn, Doctoral Researcher im Programmbereich Internationale Sicherheit beim Peace Research Institute Frankfurt (PRIF, angefragt)

Moderation: Prof. Dr. Jens Steffek, TU Darmstadt

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts "80 Jahre Hiroshima - Erinnern an die Atombombenabwürfe" des Evangelischen Dekanats Darmstadt zusammen mit dem Friedensforum Darmstadt. Von August bis November 2025 beschäftigt sich eine Vielzahl an Veranstaltungen mit den verschiedenen Aspekten der Atombombe: von der Entwicklung und Erprobung der Atombombe, über die katastrophalen Auswirkungen der Abwürfe auf Hiroshima, Nagasaki und deren Bewohner*innen bis zu den Atomschutzbunkern, die unter der Innenstadt Darmstadts bis in die 1990er Jahre zum Schutz der Bevölkerung bereitstanden.

Beginn
Veranstalter
Ev. Dekanat Darmstadt / Darmstädter Friedensforum / Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt
Ort
TU Darmstadt, Schloss, Hörsaal S3|13, 30
Adresse
Residenzschloss 1, 64283 Darmstadt
Kontakt
Alexander Mack | alexander.mack@ekhn.de | 06151-1362431