Zum Ende unserer Reihe wollen wir verstehen, welche Ideologien, Interessen und Strategien hinter der massiven Aufrüstung in Deutschland, der immer agressiveren kriegerischen Außenpolitik der USA und deren Unterstützung durch den politischen Westen stehen. Es ist offensichtlich, dass es nicht um „unsere Werte“, sondern um die Durchsetzung von globalen westlichen Machtansprüchen und um die Verteilung von Ressourcen und Märkten geht. Das Völkerrecht wird faktisch aufgekündigt und dadurch die weltweite Kriegsgefahr verschärft.
Welche Folgen ergeben sich aus dieser Politik für die internationalen Kräfteverhältnisse? Welche Staaten und welche politischen Kräfte werden gestärkt, wo entstehen Widerstand und Distanzierungen gegenüber der rücksichtslosen Machtpolitik des Westens? Welche Kapitalinteressen werden durch eine offene Konfrontation der Machtblöcke gestärkt, welche werden geschwächt? Und andererseits: Welche politischen Veränderungen könnten gerechtere internationale Verhältnisse bewirken, die den ärmeren Ländern Entwicklung ermöglichen und gleichzeitig gute Lebensverhältnisse bei uns bewahren?
Um diese Fragen zu diskutieren haben wir den Journalist und Autor Jörg Kronauer eingeladen, der sich unter anderem als Redaktionsmitglied des Informationsportals „German Foreign Policy“ mit diesen Themen beschäftigt.
Zur Veranstaltungsreihe "Nicht unsere Kriege!"
Das Friedensbündnis organisiert eine Veranstaltungreihe im Zeitraum von Mai bis Oktober. Am 12.6. fand auf dem Friedensplatz die Demonstration Nicht unsere Kriege! statt. Außerdem gab es vier Veranstaltungen zur Solidarität mit Cuba, zum Krieg gegen den Iran, über die US-Interessen in Lateinamerika und zum Krieg in Gaza und im Nahen Osten.